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Allgemein Information Nein zum Outlet Umwelt

Kein Outlet-Center in Lennep!!

Investor Philipp Dommermuth plant in Remscheid-Lennep das modernste und nachhaltigste („grünste“) Outlet-Center Europas.


Wir als BI-Lennep sagen dazu:


Ein Outlet-Center ist kein progressives Projekt, auch wenn lokale Politiker, Verwaltung und Medien uns dies mit großer Beharrlichkeit seit Jahren einreden wollen.


Denn:


Wo eine schmutzige Industrie selbst auf Ausbeutung und Verschwendung beruht, kann kein Projekt wirklich sauber und umweltfreundlich sein. So wie es kein richtiges Leben im Falschen gibt (Adorno), kann es auch kein grünes Outlet in einer derart umwelt- und gesundheitsschädlichen Branche geben.

Zwischenstation von Fast Fashion. Von der Produktion, meist in Asien, bis zur Endlagerung, überwiegend in afrikanischen Ländern, ist Fast Fashion hier wie in den anderen Ländern, schädlich für Gesundheit und Umwelt.
Ein wichtiger Aspekt, ist die zu erwartende Zunahme des lokalen Verkehrs, ca 3 Millionen zusätzliche Fahrten sind in Lennep durch das Outlet zu erwarten. Hier droht zumindest zeitweise ein Verkehrskollaps.

Gravierender sind jedoch die Folgen bei der Herstellung und Entsorgung von Kleidung für Mensch und Umwelt in anderen Teilen der Welt. Unten einige Aspekte und Links hierzu.

Die Schattenseiten von Outlet-Centern: Vom Baumwollfeld bis zur Müllkippe
Outlet-Center gelten für viele Verbraucher als Paradiese des Konsums: Markenware zu scheinbar günstigen Preisen verspricht ein gutes Geschäft. Doch hinter den glänzenden Fassaden verbirgt sich eine komplexe und problematische Lieferkette, die sowohl Umwelt als auch Menschen belastet. Ein kritischer Blick auf die gesamte Wertschöpfung – vom Baumwollanbau über die Produktion bis hin zur Entsorgung – offenbart die wahren Kosten dieser Konsumwelt.

Wasserverbrauch: Der unsichtbare Preis der Baumwolle
Die Grundlage vieler Textilien ist Baumwolle – ein Naturprodukt, das jedoch enorme Mengen Wasser benötigt. Für die Herstellung eines einzigen Baumwoll-T-Shirts werden im Durchschnitt etwa 2.700 Liter Wasser verbraucht. In Ländern mit ohnehin knappen Wasserressourcen wie Indien oder Usbekistan führt dieser Bedarf zu massiven ökologischen Problemen. Der Aralsee, einst einer der größten Seen der Welt, ist durch den intensiven Baumwollanbau beinahe vollständig ausgetrocknet. Diese Entwicklung zeigt eindrücklich, wie der globale Modekonsum direkte Auswirkungen auf weit entfernte Ökosysteme hat.


Virtuelles Wasser: So viel verbraucht ein einziges T-Shirt! | klima:check


Menschengemachte Naturkatastrophe: So zerstört der Baumwollanbau die Umwelt | Uncovered | ProSieben

Produktionsbedingungen: Billigmode auf Kosten von Menschen
Die günstigen Preise in Outlet-centern sind oft nur möglich, weil entlang der Lieferkette gespart wird – insbesondere bei den Arbeitskosten. Ein Großteil der Kleidung wird in Ländern wie Bangladesch, Vietnam oder Kambodscha produziert, wo Arbeiterinnen und Arbeiter unter schlechten Bedingungen arbeiten. Niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und mangelnder Arbeitsschutz sind häufig die Realität.


Tragische Ereignisse wie der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes im Jahr 2013, bei dem über 1.100 Menschen ums Leben kamen, haben die Welt auf diese Missstände aufmerksam gemacht. Doch trotz solcher Katastrophen hat sich an vielen Orten kaum etwas geändert. Auch Markenprodukte, die später in Outlet-Centern landen, stammen oft aus denselben Fabriken wie Billigware.

Umweltverschmutzung: Chemikalien und CO₂-Emissionen
Neben dem hohen Wasserverbrauch ist auch die Umweltbelastung durch chemische Prozesse erheblich. Beim Färben und Veredeln von Textilien kommen zahlreiche giftige Substanzen zum Einsatz, die oft ungefiltert in Flüsse geleitet werden. Dies führt nicht nur zur Zerstörung von Ökosystemen, sondern gefährdet auch die Gesundheit der lokalen Bevölkerung.


Hinzu kommt der CO₂-Ausstoß durch die globale Produktion und den Transport der Waren. Baumwolle wird häufig in einem Land angebaut, in einem anderen gesponnen, in einem dritten genäht und schließlich weltweit verkauft. Diese langen Transportwege tragen erheblich zum Klimawandel bei.

Umweltzerstörung bei der Produktion von Kleidung – YouTube

Die dunkle Seite der Textilindustrie: So gefährlich sind Jeans wirklich!

Outlet-Center: Teil eines problematischen Systems
Outlet-Center tragen aktiv zur Dynamik der „Fast Fashion“ bei. Sie ermöglichen es Marken, Überproduktionen schnell abzusetzen und neue Kollektionen in noch kürzeren Zyklen auf den Markt zu bringen. Statt Nachhaltigkeit zu fördern, verstärken sie den Konsumdruck: Kunden kaufen mehr, weil die Preise niedriger erscheinen – oft Dinge, die sie eigentlich nicht benötigen.


Zudem handelt es sich bei Outletware nicht immer um überschüssige Lagerbestände. Ein wachsender Teil wird speziell für den Verkauf in Outlets produziert – häufig mit geringerer Qualität und dennoch unter Verwendung derselben problematischen Produktionsmethoden.

Mode schlägt Moral – Wie fair ist unsere Kleidung? | WDR Doku

Entsorgung: Das zweite Leben der Kleidung – oder ihr Ende
Die Lebensdauer vieler Kleidungsstücke ist heute erschreckend kurz. Was nicht mehr gefällt oder passt, landet oft im Altkleidercontainer. Doch auch hier endet das Problem nicht. Ein Großteil der gesammelten Kleidung wird in Entwicklungsländer exportiert, wo sie lokale Märkte überschwemmt und traditionelle Textilindustrien verdrängt.

Der Rest wird verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Dabei entstehen erneut Umweltbelastungen, etwa durch Mikroplastik oder giftige Dämpfe. Selbst recycelbare Materialien werden oft nicht wiederverwertet, da Mischgewebe schwer zu trennen sind.

Fast Fashion – Kleidermüll in Chiles Wüste

Ghana: Wohin mit den Altkleidern?

Fazit: Konsum hinterfragen
Outlet-Center erscheinen auf den ersten Blick als attraktive Einkaufsmöglichkeiten, doch sie sind eng mit einem globalen System verknüpft, das ökologische und soziale Probleme verursacht. Wer nachhaltig handeln möchte, sollte seinen Konsum hinterfragen: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Wo wurde es produziert? Und welche Alternativen gibt es?


Second-Hand-Mode, fair produzierte Kleidung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen sind Schritte in die richtige Richtung. Denn nur durch verändertes Konsumverhalten kann langfristig ein Wandel in der Modeindustrie erreicht werden. Outlet-Center stehen hingegen für hemmungslosen Konsum.


Marken zum Schnäppchenpreis? Schön wär´s! Outlet-schwindel! | Achtung Abzocke CLASSICS – YouTube


DIE OUTLET-LÜGE – Outlet-Ware auf dem Prüfstand (Doku WDR 05.07.2017) HD

E-Mail: buergerinitiative-lennep@web.de

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Pressemitteilungen

Die „grüne Lüge“ rund um das Outlet-Center in Remscheid


Das geplante Outlet wird gerne großzügig grün dargestellt. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Die großen gesunden Bäume auf der heutigen Wupperstraße sind hier schon nicht mehr vorhanden. Das Verhältnis des alten Baumbestandes zum dann neu geplanten Bestand lässt sich im Vergleich mit den Bäumen an der Straße Am Stadion gut festmachen. Schnell wird klar, dass hier große klimarelevante Bäume abgeholzt – und durch Miniarturbäume „ersetzt“ werden sollen.

Das geplante Outlet-Center in Remscheid wird häufig als wirtschaftlicher Impuls für die Region dargestellt. Befürworter sprechen von Arbeitsplätzen, Belebung der Innenstadt und „nachhaltigem Einkauf“. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Dieses Projekt steht beispielhaft für eine „grüne Lüge“, die die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Folgen ausblendet.

Lokale Auswirkungen: Verkehr, Lärm und Gesundheitsgefährdung

Ein zentrales Problem ist der massiv steigende Verkehr. Outlet-Center ziehen Kundinnen und Kunden aus einem großen Einzugsgebiet an – oft mit dem Auto. Das bedeutet:

  • Mehr Staus und Verkehrsbelastung in und um Remscheid
  • Erhöhte Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide
  • Mehr Lärm für Anwohner

Gleichzeitig geht dieses grüne Projekt mit Baumfällungen beispielsweise auf der heutigen Wupperstraße und Flächenversiegelung auf dem Outlet-Gelände einher. Hierdurch gehen wichtige Funktionen verloren:

  • CO₂-Speicherung
  • Kühlung des Stadtklimas

Gerade in Zeiten der Klimakrise ist der Verlust von großen und gesunden Bäumen ein großer Rückschritt.

Globale Realität: Umweltverschmutzung durch Modeproduktion

Während Outlet-Center mit vermeintlich günstigen Markenprodukten locken, bleibt die globale Dimension der Modeindustrie oft unsichtbar. Die dort verkauften Produkte stammen meist aus einer Fast-Fashion-Produktion, die erhebliche Umweltprobleme verursacht:

  • Hoher Wasserverbrauch (z. B. Baumwollproduktion)
  • Einsatz giftiger Chemikalien in Färbe- und Veredelungsprozessen
  • Verschmutzung von Flüssen und Böden in Produktionsländern
  • Hoher CO₂-Ausstoß durch Transport und Herstellung

Hinzu kommen oft gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen für Menschen in den Produktionsländern, etwa durch Chemikalien oder unzureichenden Arbeitsschutz.

Wegwerfmode statt Nachhaltigkeit

Outlet-Center verstärken zudem ein Konsumverhalten, das auf Menge statt Qualität setzt. Kleidung wird billig angeboten – und entsprechend schnell wieder entsorgt. Ein besonders kritischer Aspekt:

  • Große Mengen an Kleidung bleiben ungetragen oder werden nur selten genutzt
  • Überschüssige Ware wird oft vernichtet oder in Länder des Globalen Südens exportiert, wo sie lokale Märkte destabilisiert
  • Textilabfälle landen auf Deponien oder werden verbrannt

Diese Praxis steht im klaren Widerspruch zu nachhaltigem Wirtschaften und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.


Fazit: Das Projekt ist aus der Zeit gefallen

Das Outlet-Center in Remscheid mag kurzfristige wirtschaftliche Vorteile versprechen. Doch langfristig überwiegen die negativen Folgen:

  • Umweltzerstörung auf lokaler und globaler Ebene
  • Förderung eines klimaschädlichen Konsumsystems
  • Belastung für Gesundheit und Lebensqualität vor Ort

Die eigentliche Herausforderung liegt darin, zukunftsfähige Alternativen zu entwickeln: regionale Wirtschaftskreisläufe, nachhaltigen Einzelhandel und eine Stadtentwicklung, die Umwelt und Menschen gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

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Pressemitteilungen

BI Lennep äußert Kritik an neuen Outlet-Center-Planungen

Die Bürgerinitiative Lennep lehnt auch die neuen Planungen für ein Outlet Center in Lennep entschieden ab. Aus Sicht der BI Lennep stehen die zur erwartenden massiv negativen Auswirkungen auf Umwelt, Verkehr, Lebensqualität und die Verringerung des öffentlichen Raumes in keinem Verhältnis zu den von Verwaltung und Politik erhofften wirtschaftlichen Effekten.

Mit erwarteten 2,3 Millionen Besuchern jährlich, würde die Anzahl an Autofahrten rund um Lennep um ca. 3 Millionen steigen, und dass vor dem Hintergrund, dass der Verkehr heute schon auf vielen Straßen kollabiert. Eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation droht durch die geplante Sperrung von Wupper- und Mühlenstraße. Die zusätzliche Verkehrsbelastung wird die bestehende Infrastruktur erheblich überfordern. Die Folge sind mehr Staus, steigende Lärm- und Schadstoffbelastungen sowie die Verschlechterung der Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner.

Mit großer Sorge betrachtet die BI zudem auch die fortschreitenden Grundstücksaufkäufe durch Herrn Dommermuth in Lennep. Diese Entwicklung stärkt die Dominanz des Investors gegenüber lokalen Entscheidungsträgern und den Belangen der Bürgerinnen und Bürger.

Die zu Beginn des Projekts von Herrn Dommermuth gemachten Versprechungen, es würden keine Bäume gefällt, die Wupperstraße bleibe erhalten und es werde kein Parkhaus auf dem
ehemaligen Kirmesplatz geben, halten der Realität immer weniger stand.

Die BI Lennep wird den Verlauf des Projektes weiter aktiv beobachten, und rechtliche Schritte prüfen.


Vorstand

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Information

Winterpause beendet – wir sind zurück

In den vergangenen Monaten ist es ruhig um uns geworden. Das hatte Gründe: Die mangelnde Transparenz und Offenheit sowohl seitens des Investors als auch der Verwaltung ließ uns zunehmend das Gefühl haben, immer wieder dieselben Punkte zu wiederholen, ohne dass sich etwas bewegt.

Doch im April hat sich die Situation unerwartet verändert. Zusagen, die uns Lenneperinnen und Lennepern gemacht wurden, sind ohne große Erklärung aufgeweicht oder ganz zurückgenommen worden – und werden nun sogar als Fortschritt dargestellt.

Dabei hatte der Investor ursprünglich klare Versprechen abgegeben:

Erhalt der Bäume
Ein Großteil des Baumbestandes auf dem Gelände sollte trotz Outlet erhalten bleiben. Nach den aktuellen Planungen sollen diese nun weitgehend weichen.

Wupperstraße
Von Beginn an wurde betont, dass die Wupperstraße als wichtige Verbindung für die Nahversorgung anerkannt wird. Dennoch soll sie nun in das Outlet integriert und damit ihrer bisherigen Funktion entzogen werden.

Parkpalette am Kirmesplatz
Auf dem Kirmesplatz ist inzwischen eine zweigeschossige Parkplatzanlage vorgesehen. Geplant sind eine Tiefgarage sowie zusätzliche ebenerdige Stellflächen. Auch hier ist der bestehende Baumbestand massiv gefährdet.

Es ist erschütternd, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Zusagen – offenbar mit Unterstützung der Verwaltung – zurückgenommen werden.

Für uns ist klar: Lennep darf diesen Entwicklungen nicht schutzlos ausgeliefert sein. Deshalb werden wir unsere Aktivitäten wieder intensivieren.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen und gemeinsam mit uns für den Erhalt des urbanen und ökologischen Charakters von Lennep einzutreten.

Sprecht uns an – wir brauchen euch!

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Pressemitteilungen

„Wertstoffhof und das Outlet“

In der Bezirksvertretung am 11.09.2025 wurde von der CDU-Fraktion die Frage eingebracht, wann der neue Wertstoffhof für Lennep kommt. Vorgesehen waren die Flächen unten am Talsperrenweg, hierzu gibt es auch einen Beschluss.

Die Verwaltung antwortete erst recht kryptisch weshalb die Planungen für den Wertstoffhof für Lennep ruhen. Im Zuge der Erörterung wurde dann aber klar, dass die für den Wertstoffhof vorgesehenen Flächen derzeit nicht beplant werden, da erst auf den Flächenbedarf von Herrn Dommermuth und seine Outlet-Planungen gewartet wird. Sollten die Flächen als Parkraum für das Outlet benötigt werden, dann werden die Bürger*innen in Lennep auf den beschlossenen Wertstoffhof weiter warten müssen.

Wir finden es befremdlich, dass die gesamten Stadtteilplanungen für Lennep sich an den Bedürfnissen eines nicht zukunftsorientierten Projektes ausrichten.

Wir fordern endlich eine klare Prioritätensetzung für Lennep! Wir sind kein Spielball für einen einzelnen Investor!

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Pressemitteilungen

„Wer erzählt denn so einen Quatsch?“

Herr Dommermuth, der avisierte Investor für das Outlet, stellt sich die Frage „Wer erzählt denn so einen Quatsch?“ und lässt durch Herrn Richter in der RP vom 15.07.2025 verlautbaren, dass es weder mit dem Verkehrsgutachten noch mit dem Verkehrsgutachter Probleme gibt.

Doch gerade die mangelnde Transparenz und Verbindlichkeit von Herrn Dommermuth begünstigen die Spekulationen. Bisher wurden alle vorgestellten Terminschienen gerissen, die Planungen werden nach Gutsherrenart angepasst und die Verwaltung der Stadt Remscheid erscheint in dem Verfahren als Spielball der Juristen von Herrn Dommermuth.

Wir fordern endlich Transparenz, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit in der Kommunikation!

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Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten

Gestern hat eine Podiumsdiskussion mit den Oberbürgermeisterkandidat*Innen der demokratischen Parteien organisiert durch den Deutschen Gewerkschaftsbund Stadtverband Remscheid stattgefunden. Die durch Horst Kläuser gut moderierte Veranstaltung hat 2,5 Stunden gedauert und war ausgesprochen gut besucht. Die Teilnehmenden haben sich den Fragen des Moderators und später auch denen des Publikums gestellt.

Im Zusammenhang zum Outlet wurden die bekannten Positionen wiederholt. Die Sven Wolf (SPD), David Schichel (Grüne) und Sven Chudzinski (FDP)kommen zu dem Schluss, dass es trotz aller Ungewissheiten richtig ist, das Projekt zu unterstützen.

Herr Markus Kötter (CDU) hat diese Position mit einer deutlichen Einschränkung geteilt. Er hat sich am gestrigen Abend klar dahingehend positioniert, dass er dem Outlet nur dann zustimmen wird, wenn der Übergang des Outlets in die Altstadt mit der Eröffnung einladend gestaltet ist.

Seit längerem verfolgt der Investor den Plan eines Soft-Openings. Das beinhaltet laut den vorgestellten Plänen eine Bebauung im Bereich des Stadions – übrigens mit 2.000 m2 Gastronomie. Zwischen der Wupperstaße und der Altstadt soll dann eine „Landschaft auf Zeit“ entstehen, was das so genau ist, ist nicht bekannt. Nach einem „Tor“ in die Altstadt hört sich das jedenfalls nicht an.

Sven Wolf, der OB-Kandidat der SPD hat im Laufe der Podiumsdiskussion verlauten lassen, dass Remscheid eine Fairtrade-Stadt ist. Wie sich dieser Anspruch mit den Outletplänen in Einklang bringen lässt, ist schwer nachvollziehbar. Aber diesen Spagat hat David Schichel der Grünen versucht damit zu plausibilisieren, dass das „JA“ zum Outlet (und zu der Versiegelung der Erdbeerfelder) ein Abwägungsprozess gewesen wäre. Laut seiner Aussage war entscheidend, dass so gut wie keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden würden und außerdem der Investor die ökologische Latte sehr hoch hängt. Eine eher gewagte Position, wenn man sich mit den „Stadtentwicklungsprojekten“ im Umkreis von Lennep beschäftigt.

Bettina Stamm (Echt Remscheid) und Colin Cyrus (Linke) haben ihre ablehnende Haltung zu dem Projekt des Outlets auch in diesem Kreis klar vertreten und dafür viel Applaus erhalten. Herr Cyrus hat ausgeführt, dass das Filetgrundstück an den Investor verscherbelt worden ist und mit dem Kaufpreis gerade mal eine halbe Sporthalle gebaut werden kann. Auch Frau Stamm argumentierte, dass die Außerbetriebnahme der ehemalige Katholische Grundschule mit Sporthalle die Knappheit des Schulraumes dramatisch Vorschub geleistet hat.

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„Aktualität der Internetseite des Outlets“

Die mangelnde Transparenz und die wenigen Informationen der Projektgruppe „Outlet“ aus Montabauer ist bereits oftmals kritisiert worden. Leider prallt diese Kritik ungehört ab. 

Am 22.04.2024 – also vor einem Jahr – wurde die Internetseite „https://outlet-remscheid.de“ das letzte Mal aktualisiert. Es ist schon erstaunlich, dass die Kommunikation mit der Öffentlichkeit entweder vergessen wird oder halt einfach nicht wichtig ist. Da helfen auch die warmen Worte auf der Internetseite nicht, dass man sich auf den Austausch freue. 

Es wird auf der Seite auch postuliert, dass Anregungen und Ideen entgegengenommen werden. Wir hätten eine Anregung, nämlich endlich die Gutachten zu veröffentlichen. Als Idee könnten wir noch beisteuern: Dieses antiquierte und für Lennep untaugliche Projekt nicht weiter zu verfolgen.

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Transparenz leider Fehlanzeige

Die Bürgerinitiative Lennep ist über die Art und Weise der Informationspolitik zum Outlet Projekt von Seiten der Verwaltung und Investor sehr unzufrieden. Außer dem Einzelhandelsgutachten liegt noch kein Gutachten vor, eher zufällig auf Nachfrage von Frau Stamm bei der letzten BV kam heraus, dass jetzt doch ein neues Einzelhandelskonzept erstellt werden muss. Bei der gleichen Veranstaltung kam nur auf hartnäckiges Nachfragen eines Mitbürgers heraus, dass nach dem Verkehrsgutachter nun auch die Gutachten für Schalltechnik und Luftschadstoffe neu beauftragt wurden. Auch die nach Eindruck der BI von Herrn Dommermuth eher lustlos erläuterten neuen Bilder vom angeblich grünen Outlet hatten nur einen sehr begrenzten Informationsgehalt, Stichwort Geländer. Keine Informationen gab es dagegen zum Verkehr, zur Zukunft der Wupperstraße, zum Parken, zur Anbindung der Altstadt, zum Zeitplan des Projektes und zur ersten Öffentlichkeitsbeteiligung.

Und Informationen, die es gegeben hat, wurden als Missverständnis wieder zurückgenommen. Um zu dokumentieren, dass das Planungsteam nicht untätig ist, hat Herr Dommermuth erläutert, dass die Architekten an der Leistungsphase 4 arbeiten. Das wäre die Genehmigungsplanung und würde rein zeitlich auch Sinn ergeben. Auf Rückfrage weshalb der Öffentlichkeit dieser detailliertere Planungsstand nicht gezeigt wird, hat er die Aussage als Irrtum abgetan.

Die von vielen Bürgerinnen und Bürgern so empfundene Intransparenz lässt nichts Gutes erwarten. Die BI fordert Verwaltung und Investor auf endlich mit einer seriösen Informationspolitik bei diesem Projekt für alle Bürgerinnen und Bürger zu beginnen.

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Bezirksversammlung am 12.03.2025

Der lang angekündigte Besuch von Herrn Dommermuth hat am 12.03.2025 auf der Bezirksversammlung stattgefunden.

Wenn wir ehrlich sind, dann ist das auch schon die grosse Neuigkeit. Herr Dommermuth hatte der Veranstaltung beigewohnt und den von ihm bezahlten Vertretern die Kommunikation überlassen.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde in Windeseile ein neuer Planstand – auch wieder nur bunte Bilder – gezeigt. Als besonders wichtig wurde herausgestellt, dass das Dach begehbar sein soll und die Personen, die das Dach für einen Spaziergang nutzen wollen, durch ein Geländer gesichert sein werden. Nun ja, das erscheint nicht als so ganz verwegen. Dies leitet sich nun mal aus der Bauordnung NRW ab und erscheint doch eher selbstverständlich. 

In diesem Zusammenhang hat sich Herr Dommermuth in einem seiner wenigen Wortbeiträge offenbart, dass die Planungen bereits bis zum Bauantrag fertiggestellt worden sind. Auf konkrete Rückfrage hat er diese Information allerdings wieder einkassiert und nur von einer Beauftragung bis zum Bauantrag an die Architekten gesprochen.

Das Fachbüro ecostra aus Wiesbaden hat im Anschluss die Folgen eines möglichen Outlets auf den Einzelhandel vorgestellt. Es wird von einem Umsatz von knapp 130 Millionen für das Outlet ausgegangen. Na prima, da wir ja bekanntlich alles Geld nur einmal ausgegeben können, ist das der Umsatz, der bei dem bereits bestehendem Einzelhandel abgezogen wird. Für Wuppertal Elberfeld wird ein Umsatzrückgang von fast 12 Millionen Euro prognostiziert und für die Innenstadt von Remscheid 4 Millionen. Den Schluss des Gutachters, dass das keine „städtebaulichen Auswirkungen“ haben wird, finden wir überraschend, falls das bedeutet, dass solch eine Entwicklung, keine negativen Auswirkungen auf die untersuchten Bereiche hätte.

In dem Gutachten wurde auch analysiert, dass das in Planung befindliche Outlet besonders stark von Kund*innen frequentiert werden würde. Da sind wir doch mal gespannt, ob diese Annahme für das von uns allen mit Spannung erwartete Verkehrsgutachten dienen wird.

Von unserer Seite ein herzlicher Dank an die Vertreter und Vertreterinnen der Fraktion „echt Remscheid/ Die Linke“. Wenn es diese politischen Vertreter*innen nicht gäbe, dann gäbe es in den politischen Gremien auch kaum kritische Rückfragen.

Einen Hinweis habe ich noch an alle, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Um einen Eindruck der Stimmungslage zu bekommen, eignet sich das Foto des Post auf Instagram der cduremscheid vom 13.03.25 hervorragend. Herr Dommermuth wirkt ja schon ein kleines bisschen gelangweilt. 

Quelle: cduremscheid