Kategorien
Allgemein Information Nein zum Outlet Umwelt

Kein Outlet-Center in Lennep!!

Investor Philipp Dommermuth plant in Remscheid-Lennep das modernste und nachhaltigste („grünste“) Outlet-Center Europas.


Wir als BI-Lennep sagen dazu:


Ein Outlet-Center ist kein progressives Projekt, auch wenn lokale Politiker, Verwaltung und Medien uns dies mit großer Beharrlichkeit seit Jahren einreden wollen.


Denn:


Wo eine schmutzige Industrie selbst auf Ausbeutung und Verschwendung beruht, kann kein Projekt wirklich sauber und umweltfreundlich sein. So wie es kein richtiges Leben im Falschen gibt (Adorno), kann es auch kein grünes Outlet in einer derart umwelt- und gesundheitsschädlichen Branche geben.

Zwischenstation von Fast Fashion. Von der Produktion, meist in Asien, bis zur Endlagerung, überwiegend in afrikanischen Ländern, ist Fast Fashion hier wie in den anderen Ländern, schädlich für Gesundheit und Umwelt.
Ein wichtiger Aspekt, ist die zu erwartende Zunahme des lokalen Verkehrs, ca 3 Millionen zusätzliche Fahrten sind in Lennep durch das Outlet zu erwarten. Hier droht zumindest zeitweise ein Verkehrskollaps.

Gravierender sind jedoch die Folgen bei der Herstellung und Entsorgung von Kleidung für Mensch und Umwelt in anderen Teilen der Welt. Unten einige Aspekte und Links hierzu.

Die Schattenseiten von Outlet-Centern: Vom Baumwollfeld bis zur Müllkippe
Outlet-Center gelten für viele Verbraucher als Paradiese des Konsums: Markenware zu scheinbar günstigen Preisen verspricht ein gutes Geschäft. Doch hinter den glänzenden Fassaden verbirgt sich eine komplexe und problematische Lieferkette, die sowohl Umwelt als auch Menschen belastet. Ein kritischer Blick auf die gesamte Wertschöpfung – vom Baumwollanbau über die Produktion bis hin zur Entsorgung – offenbart die wahren Kosten dieser Konsumwelt.

Wasserverbrauch: Der unsichtbare Preis der Baumwolle
Die Grundlage vieler Textilien ist Baumwolle – ein Naturprodukt, das jedoch enorme Mengen Wasser benötigt. Für die Herstellung eines einzigen Baumwoll-T-Shirts werden im Durchschnitt etwa 2.700 Liter Wasser verbraucht. In Ländern mit ohnehin knappen Wasserressourcen wie Indien oder Usbekistan führt dieser Bedarf zu massiven ökologischen Problemen. Der Aralsee, einst einer der größten Seen der Welt, ist durch den intensiven Baumwollanbau beinahe vollständig ausgetrocknet. Diese Entwicklung zeigt eindrücklich, wie der globale Modekonsum direkte Auswirkungen auf weit entfernte Ökosysteme hat.


Virtuelles Wasser: So viel verbraucht ein einziges T-Shirt! | klima:check


Menschengemachte Naturkatastrophe: So zerstört der Baumwollanbau die Umwelt | Uncovered | ProSieben

Produktionsbedingungen: Billigmode auf Kosten von Menschen
Die günstigen Preise in Outlet-centern sind oft nur möglich, weil entlang der Lieferkette gespart wird – insbesondere bei den Arbeitskosten. Ein Großteil der Kleidung wird in Ländern wie Bangladesch, Vietnam oder Kambodscha produziert, wo Arbeiterinnen und Arbeiter unter schlechten Bedingungen arbeiten. Niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und mangelnder Arbeitsschutz sind häufig die Realität.


Tragische Ereignisse wie der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes im Jahr 2013, bei dem über 1.100 Menschen ums Leben kamen, haben die Welt auf diese Missstände aufmerksam gemacht. Doch trotz solcher Katastrophen hat sich an vielen Orten kaum etwas geändert. Auch Markenprodukte, die später in Outlet-Centern landen, stammen oft aus denselben Fabriken wie Billigware.

Umweltverschmutzung: Chemikalien und CO₂-Emissionen
Neben dem hohen Wasserverbrauch ist auch die Umweltbelastung durch chemische Prozesse erheblich. Beim Färben und Veredeln von Textilien kommen zahlreiche giftige Substanzen zum Einsatz, die oft ungefiltert in Flüsse geleitet werden. Dies führt nicht nur zur Zerstörung von Ökosystemen, sondern gefährdet auch die Gesundheit der lokalen Bevölkerung.


Hinzu kommt der CO₂-Ausstoß durch die globale Produktion und den Transport der Waren. Baumwolle wird häufig in einem Land angebaut, in einem anderen gesponnen, in einem dritten genäht und schließlich weltweit verkauft. Diese langen Transportwege tragen erheblich zum Klimawandel bei.

Umweltzerstörung bei der Produktion von Kleidung – YouTube

Die dunkle Seite der Textilindustrie: So gefährlich sind Jeans wirklich!

Outlet-Center: Teil eines problematischen Systems
Outlet-Center tragen aktiv zur Dynamik der „Fast Fashion“ bei. Sie ermöglichen es Marken, Überproduktionen schnell abzusetzen und neue Kollektionen in noch kürzeren Zyklen auf den Markt zu bringen. Statt Nachhaltigkeit zu fördern, verstärken sie den Konsumdruck: Kunden kaufen mehr, weil die Preise niedriger erscheinen – oft Dinge, die sie eigentlich nicht benötigen.


Zudem handelt es sich bei Outletware nicht immer um überschüssige Lagerbestände. Ein wachsender Teil wird speziell für den Verkauf in Outlets produziert – häufig mit geringerer Qualität und dennoch unter Verwendung derselben problematischen Produktionsmethoden.

Mode schlägt Moral – Wie fair ist unsere Kleidung? | WDR Doku

Entsorgung: Das zweite Leben der Kleidung – oder ihr Ende
Die Lebensdauer vieler Kleidungsstücke ist heute erschreckend kurz. Was nicht mehr gefällt oder passt, landet oft im Altkleidercontainer. Doch auch hier endet das Problem nicht. Ein Großteil der gesammelten Kleidung wird in Entwicklungsländer exportiert, wo sie lokale Märkte überschwemmt und traditionelle Textilindustrien verdrängt.

Der Rest wird verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Dabei entstehen erneut Umweltbelastungen, etwa durch Mikroplastik oder giftige Dämpfe. Selbst recycelbare Materialien werden oft nicht wiederverwertet, da Mischgewebe schwer zu trennen sind.

Fast Fashion – Kleidermüll in Chiles Wüste

Ghana: Wohin mit den Altkleidern?

Fazit: Konsum hinterfragen
Outlet-Center erscheinen auf den ersten Blick als attraktive Einkaufsmöglichkeiten, doch sie sind eng mit einem globalen System verknüpft, das ökologische und soziale Probleme verursacht. Wer nachhaltig handeln möchte, sollte seinen Konsum hinterfragen: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Wo wurde es produziert? Und welche Alternativen gibt es?


Second-Hand-Mode, fair produzierte Kleidung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen sind Schritte in die richtige Richtung. Denn nur durch verändertes Konsumverhalten kann langfristig ein Wandel in der Modeindustrie erreicht werden. Outlet-Center stehen hingegen für hemmungslosen Konsum.


Marken zum Schnäppchenpreis? Schön wär´s! Outlet-schwindel! | Achtung Abzocke CLASSICS – YouTube


DIE OUTLET-LÜGE – Outlet-Ware auf dem Prüfstand (Doku WDR 05.07.2017) HD

E-Mail: buergerinitiative-lennep@web.de

Kategorien
Information

Winterpause beendet – wir sind zurück

In den vergangenen Monaten ist es ruhig um uns geworden. Das hatte Gründe: Die mangelnde Transparenz und Offenheit sowohl seitens des Investors als auch der Verwaltung ließ uns zunehmend das Gefühl haben, immer wieder dieselben Punkte zu wiederholen, ohne dass sich etwas bewegt.

Doch im April hat sich die Situation unerwartet verändert. Zusagen, die uns Lenneperinnen und Lennepern gemacht wurden, sind ohne große Erklärung aufgeweicht oder ganz zurückgenommen worden – und werden nun sogar als Fortschritt dargestellt.

Dabei hatte der Investor ursprünglich klare Versprechen abgegeben:

Erhalt der Bäume
Ein Großteil des Baumbestandes auf dem Gelände sollte trotz Outlet erhalten bleiben. Nach den aktuellen Planungen sollen diese nun weitgehend weichen.

Wupperstraße
Von Beginn an wurde betont, dass die Wupperstraße als wichtige Verbindung für die Nahversorgung anerkannt wird. Dennoch soll sie nun in das Outlet integriert und damit ihrer bisherigen Funktion entzogen werden.

Parkpalette am Kirmesplatz
Auf dem Kirmesplatz ist inzwischen eine zweigeschossige Parkplatzanlage vorgesehen. Geplant sind eine Tiefgarage sowie zusätzliche ebenerdige Stellflächen. Auch hier ist der bestehende Baumbestand massiv gefährdet.

Es ist erschütternd, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Zusagen – offenbar mit Unterstützung der Verwaltung – zurückgenommen werden.

Für uns ist klar: Lennep darf diesen Entwicklungen nicht schutzlos ausgeliefert sein. Deshalb werden wir unsere Aktivitäten wieder intensivieren.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen und gemeinsam mit uns für den Erhalt des urbanen und ökologischen Charakters von Lennep einzutreten.

Sprecht uns an – wir brauchen euch!

Kategorien
Information

Bezirksversammlung am 12.03.2025

Der lang angekündigte Besuch von Herrn Dommermuth hat am 12.03.2025 auf der Bezirksversammlung stattgefunden.

Wenn wir ehrlich sind, dann ist das auch schon die grosse Neuigkeit. Herr Dommermuth hatte der Veranstaltung beigewohnt und den von ihm bezahlten Vertretern die Kommunikation überlassen.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde in Windeseile ein neuer Planstand – auch wieder nur bunte Bilder – gezeigt. Als besonders wichtig wurde herausgestellt, dass das Dach begehbar sein soll und die Personen, die das Dach für einen Spaziergang nutzen wollen, durch ein Geländer gesichert sein werden. Nun ja, das erscheint nicht als so ganz verwegen. Dies leitet sich nun mal aus der Bauordnung NRW ab und erscheint doch eher selbstverständlich. 

In diesem Zusammenhang hat sich Herr Dommermuth in einem seiner wenigen Wortbeiträge offenbart, dass die Planungen bereits bis zum Bauantrag fertiggestellt worden sind. Auf konkrete Rückfrage hat er diese Information allerdings wieder einkassiert und nur von einer Beauftragung bis zum Bauantrag an die Architekten gesprochen.

Das Fachbüro ecostra aus Wiesbaden hat im Anschluss die Folgen eines möglichen Outlets auf den Einzelhandel vorgestellt. Es wird von einem Umsatz von knapp 130 Millionen für das Outlet ausgegangen. Na prima, da wir ja bekanntlich alles Geld nur einmal ausgegeben können, ist das der Umsatz, der bei dem bereits bestehendem Einzelhandel abgezogen wird. Für Wuppertal Elberfeld wird ein Umsatzrückgang von fast 12 Millionen Euro prognostiziert und für die Innenstadt von Remscheid 4 Millionen. Den Schluss des Gutachters, dass das keine „städtebaulichen Auswirkungen“ haben wird, finden wir überraschend, falls das bedeutet, dass solch eine Entwicklung, keine negativen Auswirkungen auf die untersuchten Bereiche hätte.

In dem Gutachten wurde auch analysiert, dass das in Planung befindliche Outlet besonders stark von Kund*innen frequentiert werden würde. Da sind wir doch mal gespannt, ob diese Annahme für das von uns allen mit Spannung erwartete Verkehrsgutachten dienen wird.

Von unserer Seite ein herzlicher Dank an die Vertreter und Vertreterinnen der Fraktion „echt Remscheid/ Die Linke“. Wenn es diese politischen Vertreter*innen nicht gäbe, dann gäbe es in den politischen Gremien auch kaum kritische Rückfragen.

Einen Hinweis habe ich noch an alle, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Um einen Eindruck der Stimmungslage zu bekommen, eignet sich das Foto des Post auf Instagram der cduremscheid vom 13.03.25 hervorragend. Herr Dommermuth wirkt ja schon ein kleines bisschen gelangweilt. 

Quelle: cduremscheid

Kategorien
Information

Informationen aus der Bezirksvertretung Lennep

Das Outlet war zwar als Tagesordnungspunk gelistet, substanziellen Informationen zu diesem Großprojekt gab es aber nicht.

Auch zu dem ominösen Arbeitstreffen im Januar 2025 der Verwaltung in Montabaur wurde nur kommuniziert, dass es stattgefunden habe und dass gesprochen worden sei.

Vielleicht gibt es am 12.03. bei der nächsten Bezirksvertretung in Lennep, zu der Herr Dommermuth eingeladen wurde, mehr zu berichten. Er hat zwar nicht auf die Einladung reagiert aber dem OB allem Anschein nach ein Kommen angekündigt.

Wir sind gespannt und bitten die Verwaltung bereits jetzt, den Tagungsort dieser BV mit ausreichend Sitzplätze für die interessierten Bürger und Bürgerinnen zu versehen. Wenn uns ein weiterer Wunsch gestattet ist, wäre es auch sehr begrüßenswert, wenn bei der Planung die Sprachverständlichkeit auch für diesen Personenkreis eine Rolle spielen könnte.

Kategorien
Information Nein zum Outlet Pressemitteilungen

Outlet-Investor wechselt den Verkehrsgutachter aus

Wie diese Woche auf der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep, dank der gezielten Nachfrage eines Lenneper Bürgers bekannt wurde, wechselt der Investor Herr Dommermuth mitten im Prozess den Verkehrsgutachter aus. Die aus zweiter Hand gelieferte Erklärung, die Chemie zwischen dem Gutachter und dem Investor habe nicht gestimmt, schätzt die BI Lennep als nicht plausibel und nicht vertrauensbildend ein. Die entscheidende Frage, die sich hier stellt, ist, warum hat die Chemie nicht gestimmt? Hier liegt aus Sicht der BI die Vermutung nahe, dass der Gutachter nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert hat. Auch die Art und Weise wie der Wechsel des Gutachterbüros an die Öffentlichkeit und die Politik kommuniziert wurde, ist aus Sicht der BI stillos und intransparent. Es bleibt abzuwarten, welche Überraschungen uns Herr Dommermuth als Nächstes präsentieren wird. Gut das es in Lennep viele wache Bürger gibt, die sich nicht mit schönen Worten und geschliffener Rhetorik zufriedengeben, sondern Sachverhalte kritisch hinterfragen, diese Nachfragen werden nach den Ereignissen der letzten Woche bestimmt nicht weniger werden.

Kategorien
Information

Informationsstand auf dem Lenneper Markt

Am Samstag haben wir, die Bürgerinitiative Lennep e.V., auf dem Marktplatzt in Lennep erneut über den Sachstand des Projektes Outlet in Lennep informiert. Als Mitstreiter hatten wir Vertreter und Vertreterinnen vom Remscheider Ortsverband von „Greenpeace“.

Wir Einwohner:innen von Lennep warten seit Februar 2024 auf einen neuen Planungsstand des Architekturbüros, das Herr Dommermuth beauftragt hat und seit Mai 2024 auf die Beantwortung unserer Fragen durch die Stadtverwaltung, die wir im Rahmen der „Frühzeitigen Bürgerbeteiligung“ gestellt haben. Auch die dringend erwarteten Gutachten lassen weiter auf sich warten. Leider konnten wir den interessierten Bürgerinnen und Bürgern nur mitteilen, dass auch uns weiterhin keine neuen Informationen vorliegen.

Herr Baudezernent Heinze, der als Vertreter der Stadtverwaltung am 02.11.2024 auf den Marktplatz gekommen war, konnte oder wollte uns auf Rückfrage keine neuen Projektdetails mitteilen. Überraschend ist, dass er unsere Ungeduld bezüglich der Gutachten nicht zu teilen scheint. Auch hatte Herr Heinze keine Information, in welchen Chargen, die derzeit kommunizierte Planungsgröße von 15.000 m² Verkaufsfläche, in Nutzung gehen soll.

Trotz der fehlenden Grundlagen für das Projekt steht die Politik  nach wie vor hinter dem Projekt. Wir sind gespannt, was sich Herr Dommermuth noch alles erlauben kann, damit sich diese Haltung verändert.

Mit freundlichen Grüßen


Der Vorstand
Bürgerinitiative Lennep e.V.