Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat es geprüft – und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Verein Bürgerinitiative Lennep e.V. erfüllt sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Umweltvereinigung nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz. „Eine Anerkennung ist somit zu erteilen“, stellt das Ministerium fest.
Damit wird das langjährige Engagement des Vereins für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität in Remscheid rechtlich gestärkt. Besonders relevant ist dies für die Auseinandersetzung um das geplante Outlet-Center in Lennep.
„Wir engagieren uns nicht nur gegen ein einzelnes Projekt. Wir setzen uns dauerhaft für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität in Remscheid ein. Genau das hat das Ministerium jetzt ausdrücklich bestätigt.“ — O-Ton-Nadine Kiewert – Vorstand
Die Behörde verweist unter anderem auf das Engagement des Vereins für den Erhalt der Erdbeerfelder in Bergisch Born, die Unterstützung des Widerstands gegen den Ausbau der L419 in Rosdorf sowie die Zusammenarbeit mit den Umweltschutzvereinigungen Greenpeace-Ortsgruppe Remscheid und BUND Ortsgruppe Remscheid.
Auch die Fähigkeit zur sachgerechten Beteiligung an Planungsverfahren wird ausdrücklich bestätigt.
„Wir werden auch künftig genau hinschauen, Fakten prüfen und Fragen stellen. Wo Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität betroffen sind, werden wir unsere Stimme erheben – sachlich, aber bestimmt.“ — O-Ton Nadine Kiewert – Vorstand
„In der Vergangenheit wurden wir immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen, ob es Sinn macht, dem Verein Geld für eine Klage zu spenden, da mussten wir immer darauf verweisen, dass dies nicht möglich ist.
Jetzt hat sich dieser Status entscheidend verändert, wir können als anerkannte Umweltvereinigung klagen und scheuen die juristische Auseinandersetzung nicht, Spenden sind dabei sehr hilfreich.
Wir, als Vorstand der BI Lennep e.V. versichern, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten, alles tun werden um dieses umweltschädliche Projekt endgültig zu stoppen.“ — O-Ton Peter Lange – Vorstand
Die Anerkennung ist damit nicht nur eine Bestätigung der bisherigen Arbeit – sie ist zugleich ein Auftrag für die Zukunft.
